Rechtsberatung zum Fixpreis: Was steckt dahinter?

Redaktion: Sandro Corpina, dipl. oec., MBA
Fachliche Prüfung: Stephanie Rippmann, lic. iur., Rechtsanwältin

Stand: Juli 2026


Was KMU über Pauschalpreismodelle wissen sollten – und warum Transparenz bei Anwaltskosten kein Luxus ist.


Wer als KMU einen Anwalt braucht, steht oft vor derselben Frage: Was wird das kosten? Das klassische Stundenhonorar gibt darauf keine verlässliche Antwort. Fixpreis-Modelle schon. Aber was steckt wirklich dahinter – und was leisten sie?

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Was bedeutet Rechtsberatung zum Fixpreis?  

Beim Fixpreis-Modell wird eine klar definierte Leistung zu einem vorab vereinbarten Preis erbracht. Keine Überraschungen, keine Nachverrechnung von E-Mails und Telefonaten, keine offene Schlussrechnung.  

Das klingt einfach – und ist es auch. Der Unterschied liegt im Detail: Nicht jedes Fixpreis-Angebot ist gleich. Entscheidend ist, was genau im Preis enthalten ist.  


Die drei häufigsten Modelle  


1. Fixpreis pro Leistung 

Für einen klar abgegrenzten Auftrag – z. B. eine Vertragsprüfung, ein Mahnschreiben oder eine Erstberatung – wird ein fester Betrag vereinbart.  

✓ Vorteil:
Volle Kostenkontrolle für den Einzelfall.

✗ Nachteil:
Für laufenden Beratungsbedarf nicht geeignet.  

2. Monatliche Pauschale (Dauermandat)

Ein Anwalt oder eine Kanzlei steht für eine monatliche Gebühr zur Verfügung – für Fragen, Vertragschecks und laufende Beratung.  

✓ Vorteil:
Planbarer Aufwand, direkter Ansprechpartner.

✗ Nachteil:
Klassische Dauermandate sind oft teuer und auf grössere Unternehmen ausgerichtet.  

3. Plattformmodell / Legal-as-a-Service

Neuere Anbieter bündeln anwaltliche Leistungen in transparenten Paketen – monatlich kündbar, ohne Mindestlaufzeit, mit klar definierten Leistungsinhalten.  

✓ Vorteil:
Zugänglich auch für kleine Unternehmen, keine versteckten Kosten.

✗ Nachteil:
Leistungsumfang variiert je nach Anbieter – genaue Prüfung lohnt sich.  


Worauf KMU beim Fixpreis achten sollten  

Nicht jedes Fixpreis-Modell hält, was es verspricht. Folgende Punkte sollten vor Vertragsabschluss klar sein:  

  • Was ist genau im Preis enthalten – und was nicht? 
  • Gibt es Zusatzkosten für Gerichtsverfahren oder besonders komplexe Fälle? 
  • Wer ist mein konkreter Ansprechpartner? 
  • Sind die beratenden Personen lizenzierte Anwälte? 
  • Wie wird bei Bedarf eskaliert?  


Wann lohnt sich ein Fixpreis-Modell?  

Für die meisten KMU lohnt es sich, sobald rechtliche Fragen regelmässig auftauchen – auch wenn sie auf den ersten Blick klein wirken. Ein ungeprüfter Arbeitsvertrag, eine missverständliche Klausel im Lieferantenvertrag, eine offene Datenschutzfrage: Solche Themen summieren sich.   Wer dafür auf ein Fixpreis-Modell setzt, zahlt planbar – und bekommt Zugang zu professioneller Beratung, bevor ein Problem entsteht.  


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PS:
Möchten Sie wissen, was Rechtsberatung für Ihr KMU kostet?
Lesen Sie unseren Beitrag: https://lexassist.ch/was-kostet-rechtsberatung-kmu-schweiz


Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.


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